Vermehrte Hygieneüberwachung in Sport- und Fitnessstudios

Sport- und Fitnessstudios sind ein verstärkter Wachstumsmarkt. Verschiedene Anbieter mit unterschiedlichsten Angeboten drängen auf den Markt. Die infektionshygienische Überwachung der Studios erfolgt über die Gesundheitsämter, wenn sich auch die Regelungen im Einzelnen von Bundesland zu Bundesland unterscheiden. Kontrollen durch die Gesundheitsämter waren bisher selten, doch das scheint sich gerade zu ändern.

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Von www.localfitness.com.au – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3601539

Vermehrt berichten Betreiber von Kontrollen durch das Gesundheitsamt. Durchaus gehört die Hygieneüberwachung der Sportstudios zu den Aufgaben der Gesundheitsämter, doch wurde das infektionshygienische Risiko als gering eingestuft. Vermehrte Verbrauchereingaben bei den Ämtern scheinen jedoch zu einer verstärkten Überwachung von einigen Studios geführt zu haben.

Auch die Nutzer legen vermehrt mehr Wert auf Hygiene in ihrem Sportstudio. Die Studios haben darauf in vieler Hinsicht in der Vergangenheit reagiert. Regelmäßige Reinigung und Desinfektion der Sportstätten, Umkleiden und sanitären Einrichtungen gehören zum Standard, Desinfektionsmittel für die Sportgeräte werden angeboten. In den Hausordnungen wird das Thema Hygiene direkt angesprochen und viele Unternehmer verfügen inzwischen über einen entsprechenden Hygieneplan.

Die Risiken für die Kunden sind unterschiedlich zu bewerten. Grundsätzlich bestehen keine Einwände gegen Sport in gewerblichen Studios aus infektionshygienischer Sicht. Für gesunde Menschen mit einem normal funktionierenden Immunsystem  bestehen keinerlei Einwände, sofern die Einrichtungen hygienische Mindeststandards einhalten.

Bedingt durch eine Vielzahl von täglichen Kunden, die wechselnde Nutzung auf den Sportgeräten und die Rahmenbedingungen durch die sportlichen Aktivitäten müssen die Nutzer der Studios davon ausgehen, dass ein Kontakt mit Krankheitserregern nicht auszuschließen ist. Husten, Prusten, Schwitzen und die Aussonderung von Körperflüssigkeiten können den Austausch von Krankheitserregern begünstigen. Von daher ist das Training kranker und geschwächter Personen in Fitnessstudios nicht ratsam, zumal durch das zum Teil intensive Training zunächst die Abwehrkräfte geschwächt werden. Harmlose Infektionen können für Sportler durchaus fatale Folgen haben, wenn Erkrankungen ignoriert werden.

In Fachkreisen wird allerdings nicht von einem erhöhten Risiko ausgegangen. Immer wieder wird auf Fußpilze hingewiesen, wenn man auf das Thema Sportstätten zu sprechen kommt. Die Weitergabe von Keimen durch Schmierinfektionen, die beispielsweise zu diversen Magen- Darmerkrankungen führen können, ist natürlich ebenfalls gegeben. In der aktuellen Jahreszeit werden über die vielen Berührungsflächen auch Erkältungskrankheiten oder die Virus-Grippe übertragen.

Nach Aussage verschiedener Betreiber hat das Thema Hygiene in der Branche einen weitaus höheren Stellenwert als in der Vergangenheit.  Hygiene und Sauberkeit sind ein wichtiges Aushängeschild für die Qualität der Studios und die Kunden würden vermehrt darauf achten.

 

 

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