MRSA: Eigenschaften, Häufigkeit und Verbreitung in Deutschland

Das Thema MRSA ist in aller Munde. Die Bundesregierung reagierte dieses Jahr mit einem 10-Punkte-Programm, die Öffentlichkeit ist alarmiert. Jetzt liegen die Auswertungen des Robert Koch-Instituts verschiedener nationaler und internationaler Surveillance-Systeme vor. Demnach ist die Häufigkeit der Methicillinresistenz bei Staphylococcus aureus (MRSA) ist 2013/2014 weiter rückläufig.

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„Staphylococcus aureus VISA“ von Content Providers(s): CDC/ Matthew J. Arduino, DRPHPhoto Credit: Janice Haney Carr – This media comes from the Centers for Disease Control and Prevention’s Public Health Image Library (PHIL), with identification number #11159.Note: Not all PHIL images are public domain; be sure to check copyright status and credit authors and content providers.English | Slovenščina | +/−. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons – http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Staphylococcus_aureus_VISA.jpg#mediaviewer/File:Staphylococcus_aureus_VISA.jpg

Die Häufigkeit aus Blutkulturen sank nach RKI-Angaben “ von 15,4% in 2012 auf 12,7% in 2013 (European Antimicrobial Resistance Surveillance Network) bzw. für Blutkulturen aus der stationären Versorgung von 17,0% in 2012 auf 13,9% in 2013 (Antibiotika-Resistenz-Surveillance).

Die Zahlen aus der Meldepflicht zu MRSA aus Blutkulturen und Liquor ergaben in 2012 insgesamt 4.498 und in 2013 insgesamt 4.372 übermittelte Fälle, was einer Inzidenz von 5,6 bzw. 5,3 Fällen pro 100.000 Einwohner entspricht. In 2014 ist die Inzidenz auf 4,8 Fälle pro 100.000 Einwohner (3.841 gemeldete Fälle) gesunken.

Auch auf deutschen Intensivstationen ist über die letzten Jahre ein leichter, aber stetiger Rückgang der Inzidenzdichte nosokomialer MRSA-Fälle zu verzeichnen (Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System KISS).

Dennoch ist die Zahl der Einsendungen an das Nationale Referenzzentrum (NRZ) für Staphylokokken und Enterokokken am RKI gestiegen, bei gleichzeitig steigendem Bedarf an analytischer Tiefe zur Aufklärung möglicher Infektionsketten.

Das NRZ hat im Epidemiologischen Bulletin 31/2015 eine Auswertung der eingesandten Staphylokokken-Isolate in den Jahren 2013 und 2014 veröffentlicht. Der Beitrag enthält detaillierte Angaben zu den nachgewiesenen klonalen Linien sowie zu Resistenzen gegen verschiedene Antibiotikaklassen (zusätzlich zur Resistenz gegen Beta-Laktamantibiotika).“

Trotz dieser Meldungen bleibt das Problem MRSA auf der Tagesordnung. Jedoch ist der leichte Rückgang ein Hoffnungsschimmer und macht insgesamt Mut bei der Bekämpfung von resistenten Keimen (MRE).

Weitere Informationen finden Sie hier:
RKI: Epidemiologisches Bulletin
RKI: MRSA

brennpunkt.hygiene Themenseite MRE

1 Kommentar

  1. Hätte gern für meine Angestellten den Hygieneplan für Kindereinrichtungen ausgedruckt,
    aber keine 20 Seiten!!!
    Wann endlich kann man sich kürzer fassen?

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